Vereinsgeschichte des TuS 1957 Nack e.V.

Seit 50 Jahren besteht der Turn- und Sportverein Nack - welche Fülle von Ereignissen, Erlebnissen und Begegnungen, von Idealismus und Begeisterung, von köstlichen Stunden des Erfolges wie auch Augenblicken voller Enttäuschung liegen in dieser Zeit.

Am 4. Mai 1957 wurde der TuS Nack im ehemaligen Gasthaus „Zur Friedenseiche“ aus der Taufe gehoben. Der Inhaber Edwin Wallhäuser ist als Hauptinitiator der Nacker Fußballbewegung anzusehen. Zwar wurde schon in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg in Nack Fußball gespielt, aber nach Kriegsende 1945 fanden sich keine Männer zusammen, um den alten Verein wieder aufleben zu lassen. Es gab aber etliche Nacker, die in Nachbarorten kickten, so bedurfte es eigentlich nur einer treibenden Kraft, wie eben Edwin Wallhäußer, um nach etlichen Vorgesprächen und Sitzungen zur Vereinsgründung zu gelangen.

Zum ersten Vereinsvorsitzenden bestimmte die Gründungsversamlung Heiner Maaß. Mit ihm bildeten Werner Boldt (2. Vorsitzender), Edwin Wallhäußer (Schriftführer und Kassenwart) und die Beisitzer Paul Marouelli, Werner Mahn und Willy Hottenbach den ersten Vorstand des TuS Nack.

Am 10. März 1958 wurde Ludwig Sipp zum ersten Vorsitzenden gewählt, ihn löste 1959 Werner Boldt ab.

1961 berief die Generalversammlung Hans Grauer an die Vereinsspitze, ehe am 5. März 1965 Ludwig Müller Klubpräsident wurde. Acht Jahre führte dann Klemens Wernersbach den TuS, nachdem er am 14. Februar 1970 als Nachfolger Ludwig Müllers bestimmt wurde. Am Anfang seiner Amtsperiode stand die Aufstellung erster Fußballjugendmannschaften beim TuS Nack.

Am 26. März 1977 wurde Reinhold Müller als erster Vorsitzender bestimmt. Während seiner elfjährigen Amtszeit erlebte der Klub einen großen sportlichen wie auch wirtschaftlichen Aufschwung.

Seit dem 26. März 1988 leitet nun Ottmar Hühner die Geschicke des TuS Nack.

Im Gründungsjahr 1957 zählte der Verein 63 Mitglieder, von denen 28 als „Aktive“ zum Fußballspielen bereitstanden. Derzeit gehören 214 Frauen, Männer und Jugendliche dem Turn- und Sportverein Nack an.

Am 13. August 1957 wurde dann die Aufnahme in den Südwestdeutschen Fußballverband amtlich beurkundet, und eine 1. Fußballmannschaft nahm in der C-Klasse Alzey den Spielbetrieb auf. Da noch kein eigener Sportplatz zur Verfügung stand, wurden sämtliche Treffen auswärts bestritten, aber die Mannschaft landete im 1. Jahr auf einem respektablen Mittelfeldrang. Daraufhin wurde ein von der Gemeinde gepachteter Acker gleich nach der Ernte zum Fußballplatz umgestaltet.

Somit wurde die Einweihung des Sportplatzes am 7. Juni 1958 zu einem ersten markanten Datum in der Vereinsgeschichte. Eine 1. und 2. Mannschaft trafen jeweils auf den gleichaltrigen Nachbarklub Nieder-Wiesen, und sogar eine Altherrenelf stellte man auf, die die AH des VfL Eppelsheim zum Gegner hatte. Abgerundet wurde die Sportplatzeinweihung mit einem Sportlerball in der Sängerhalle.

Überhaupt waren Tanzveranstaltungen oder Preismaskenbälle, die meist im Saal des Gasthauses Schäfer abgehalten wurden, in den Anfangsjahren die bemerkenswertesten Einnahmequellen. Bei der geringen Mitgliederzahl und nur einer Mark Beitrag, waren kleine Überschüsse anders nicht zu erwirtschaften.

Erst in den späteren Jahren, als der Verein sich konsolidiert hatte, wurde mit der Durchführung von „Fußball-Blitzturnieren“ (ab 1962) eine weitere Verdienstmöglichkeit wahrgenommen.

In den Jahren 1968 - 2000 veranstaltete der Motor-Sport-Club Alzey alljährlich sein „Teufelsrutsch-Bergrennen“ und benutzte den Sportplatz als Fahrerlager und das mittlerweile entstandene Sportheim als Rennbüro. Durch die Bewirtschaftung, den Kartenverkauf und die Parkplatzwacht waren an beiden Renntagen mindestens 50 TuS-Mitglieder in verschiedene Tätigkeiten und Hilfsdienste eingebunden. Dafür stellte das Bergrennen aber in dieser Zeit eine wesentliche Größe im Vereinsetat dar.

Aus einem Kiosk am „alten“ Sportplatz wurden Würstchen und Getränke bei den Heimspielen verkauft. Seit 1975, als der Sportplatz dann gewechselt wurde, steht ein Sportlerheim mit täglicher Öffnung zur Verfügung. Durch den Gaststättenbetrieb konnte sich der Verein eine Sportheimerweiterung, den Einbau von Duschen und Toiletten (1977), die Installation des Flutlichts (1977), sowie die Errichtung eines schützenden Vordachs (1983), selbst finanzieren.

Schon erwähnt wurde der Wechsel des Sportplatzes 1975, durch eine Umlegung der Fluren in der Gemarkung.

Die neue Anlage wurde als Rasenplatz am 27. Juli 1975 mit dem allerersten A-Jugend-Fußballturnier in Nack offiziell eröffnet.

Die Aktiven hatten am 2. August den FC K‘lautern-Erlenbach mit beiden Mannschaften zu Gast, womit die Einweihungsfeierlichkeiten abgeschlossen wurden.

Im Jahr 1981 wurde der Rasenplatz, der längst arg gelitten hatte, dass man ihn als solchen nicht mehr bezeichnen konnte, umgestaltet in einen Hartplatz, der bis zum heutigen Tag zum Trainings- und Spielbetrieb genutzt wird.

Als 1987 einen Sanierung des Hartplatzes erneut anstand, befanden sich die Befürworter einer Rasenplatz-Anlage auf dem benachbarten Gelände in einer Mehrheit, bedingt auch durch eine immense allgemeine Euphorie, die der Aufstieg der 1. Mannschaft (inzwischen bis zur Bezirksliga) in ganz Nack hervorgerufen hatte.

Auch die Ortsgemeindeverwaltung unterstütze das Vorhaben sehr und bewilligte einen Zuschuß zur Baumaßnahme, die 1988 daraufhin schon in die Wege geleitet wurde und 1993 mit der Einweihung und einem großen Sportprogramm endete. Durch umsichtige Pflege gilt dieser Rasenplatz bis heute als einer der besten Fußballplätze im Kreis.

1997 stand das 40-jährige Vereinsbestehen auf dem Programm. Dies wurde standesgemäß mit einem Festakt in der Sängerhalle gefeiert. Zudem wurden die Gründungsmitglieder des Vereins mit der goldenen Vereinsnadel für ihre 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Nunmehr feiert der TuS Nack im Jahr 2007 bereits sein 50-jähriges Bestehen. Auch für dieses Jubiläum plant der Verein ein umfangreiches Festprogramm.

Das „Kernthema“ einer Chronik eines Sportvereines stellt natürlich die sportliche Entwicklung dar, die Auflistung markanter Erfolge wie auch deprimierender Niederlagen. Auch für den TuS Nack ist die oft in eine „Berg-und Talfahrt“ ausufernde Bilanz nachvollziehbar.


Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken















Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Lange Jahre bis zum Aufstieg

Die sportlichen Leistungen der Anfangszeit waren eher als bescheiden zu bezeichnen. Man kickte in mittleren und unteren Tabellenregionen der C-Klasse. Mit Neuzugängen, wie Dietmar Frey, und jungen Kräften, wie Walter Pfannkuchen und Gerhard Horn (um die wesentlichen Impulsgeber einmal zu nennen) stand der TuS Nack im Spieljahr 1962/63 dann aber einmal ganz dicht vor dem Aufstieg. Im abschließenden Heimspiel gegen Gabsheim hätte man gewinnen müssen um Titelträger zu werden; nach einem 2:2 blieb am Ende nur der 3. Rang in der Abschlusstabelle;  Meister wurde der TuS Erbes-Büdesheim. Die folgenden Jahre brachten dann immer wieder schwächere Platzierungen, aber auch bemerkenswerte Erfolge in Pokal- und Turnierspielen, die jedoch letztlich nie so recht zufrieden stellen konnten.

Trotz bescheidener Mittel und Möglichkeiten erkannte die Vereinsführung, dass ohne Trainer Erfolge lediglich Zufallsprodukte bleiben. Man erinnerte sich des öfteren an das „Erfolgsjahr“ 1962/63, in dem Paul Löppert als Übungsleiter für Form der Spieler und Ordnung auf dem Fußballplatz sorgte. So lautete nach der Generalversammlung im Jahr 1965 die Schlagzeile des Presseberichtes: „TuS Nack will Trainer verpflichten“, aber es blieb zunächst beim „Wollen“...

In der Runde 1970/71 kam es zum absoluten Tiefpunkt: Schlusslicht in der C-Klasse! Und das, obwohl der TuS Nack gelungen in die Saison gestartet war und nach drei Spieltagen eine makellose Bilanz von 6:0 Punkten und 11:1 Toren aufwies. Nach fünf Spieltagen hatte man vier Siege erreicht, kam dann aber über den Rest der Runde nur noch zu drei Unentschieden, ansonsten waren durchweg Niederlagen angesagt,  bisweilen mit Pech, aber zum Teil auch durch Disziplinlosigkeit selbstverschuldet.

Einen bedeutsamen Umschwung brachte die Runde 1974/75. Mit Heinz Niederauer als Trainer hatte sich bereits in der Runde zuvor eine „Tendenz zum Besseren“ angekündigt, nun stießen gleich sieben Akteure neu zum TuS, die allesamt Stammspieler wurden: aus Erbes-Büdesheim wechselte Manfred Butter zu seinem Heimatverein zurück, und ihm schlossen sich Norbert und Reinhold Lind sowie Edwin Stork an; aus der Erbes-Büdesheimer Jugend kehrte Hans-Georg Best heim und vom SV Morschheim kam Bernd Mandler zum TuS.

Mit diesen Neuzugängen wurde in einer starken C-Klasse Alzey-Bingen der 6. Platz eingenommen, erstmals seit langen Jahren mit positiver Punkt- und Torbilanz in der Abschlusstabelle.

Wegen des Sportplatz-Neubaues in Nack wurden in dieser Runde alle Heimspiele in Wendelsheim ausgetragen, wo auch trainiert wurde.

Mit Hans-Joachim Both als neuem Trainer kam 1975/76 der eigentliche Aufschwung des Nacker Fußballs. Wieder wurde mit Bernd Weber (Mauchenheim) eine immense Verstärkung gewonnen. Hinzu kam: jetzt konnte der TuS Nack erstmals auf sogennante  „Wahlspieler“ (A-Jugendliche im letzten Jahrgang) zurückgreifen, und somit begann auch die 1971 gestartete Jugendarbeit ihre ersten Früchte zu tragen. Der TuS Nack zierte lange Zeit die Tabellenspitze, jedoch ausgerechnet in der Meisterschaftsendphase nahm das Team seine Krise. Der spätere Aufsteiger Gabsheim wurde im Februar 1976 auf dessen Areal im wahrsten Sinne des Wortes mit 1:7 deklassiert! Anschließend folgte dann aber die Ernüchterung mit 1:9 Punkten in den folgenden fünf Begegnungen. So blieb dem TuS Nack am Rundenende doch nur Rang 3, zwei Zähler hinter Meister Gabsheim.

Der Kreispokalgewinn 1976, was erstmals einer Mannschaft aus der untersten Klasse gelang, (1:0 Erfolg über Framersheim), tröstete die enttäuschten Gemüter ein wenig und sollte noch für etliche Jahre der bemerkenswerteste Vereinserfolg bleiben.

Trainer Both verließ den Verein, und Heinz Niederauer wurde als „Übergangslösung“ gewonnen, bevor ab September 1976 Hermann Koch (Ober-Flörsheim) als neuer Übungsleiter beim TuS Nack wirkte.

Unter seiner Regie landete die 1. Mannschaft zweimal am Rundenende abermals auf dem dritten Tabellenplatz, aber das Team hatte sich stetig weiterentwickelt, einmal durch ständiges Nachrücken von Talenten aus der eigenen Jugend, zum anderen durch erfahrene Neuverpflichtungen wie Adam Waldmann (RWO Alzey) und die von Nibelungen Worms geholten Schneider, Täffner und Bonifer.

Wie stark man zwischenzeitlich auch in der Breite geworden war, belegte der Meistertitel der Reserve 1977/78.

Im Oktober 1978 löste Hansbert Demmerling Hermann Koch als Trainer ab und führte den TuS Nack zur Vizemeisterschaft in der C-Klasse, knapp von Nieder-Wiesen überflügelt. Die Reserve wiederholte in überlegener Manier ihren Titelgewinn.

Die neuerliche Finalteilnahme im Kreispokalwettbewerb 1979 (1:2 Endspielniederlage gegen den TSV Gau-Odernheim in Wöllstein) war ein Erfolg, aber das verlorene Spiel schmerzte wie der verpasste Aufstieg und drückte bis weit in die folgende Runde auf die Moral.

Nur jeweils 6. Tabellenplätze für beide Mannschaften brachte die Runde 1979/80, ein Jahr der Stagnation...

In der Spielzeit 1980/81 war es dann aber endlich soweit. Unter Spielertrainer Ulli Gengnagel (Westhofen) glückte der lang angestrebte Meistertitel und der Aufstieg in die B-Klasse. Mit fünf Punkten Vorsprung und dem besten Torverhältnis setzte Nack seine Dominanz deutlich im Tabellenbild durch.














Von der B-Klasse bis in die Bezirksliga  1982 -1989

In seinem ersten Jahr in der B-Klasse rangierte der Neuling TuS Nack ständig im vorderen Tabellendrittel und beendete die Saison schließlich mit deutlich positiver Bilanz auf dem 6. Rang der Schlusstabelle. Hansbert Demmerling führte die Mannschaft, nachdem er ab Oktober für den abgewanderten Ulli Gengnagel das Traineramt wieder übernommen hatte zum zweiten Kreispokalgewinn 1982 (1:0 Finalerfolg über den FV Flonheim in Bechtolsheim).

In der Runde 1982/83 gab es für den zum Meisterschaftsfavoriten erkorenen TuS Nack einen völlig verkorksten Auftakt und Hansbert Demmerling stellte seine Trainertätigkeit früh ein. Bis Vorrundenende half Hermann Koch dem Verein in „alter Verbundenheit“, ehe - aus den gleichen Beweggründen - „Meistertrainer“ Gengnagel zurückkehrte. Die Runde wurde auf dem vierten Tabellenplatz abgeschlossen.

Als Vizemeister ging der TuS Nack in der Spielzeit 1983/84 ins Ziel, der Meister hieß RWO Alzey. Als Übungsleiter war Hans-Joachim Both nach Nack zurückgekehrt, der eine Runde später die Elf zur überlegenen B-Klassen-Meisterschaft führte. In 30 Punktspielen gab es nur zwei Niederlagen, und das Torverhältnis (105:23) war beeindruckend. Ebenso „Spitze“ war auch die 2. Mannschaft in ihrer Staffel, man wurde Erster und erzielte gar 132 Treffer.

Eine „Doppelmeisterschaft“ konnte der TuS Nack auch am Ende der Runde 1985/86 feiern! Dem Neuling glückte ein „Durchmarsch“ in der A-Klasse Rheinhessen-Süd. Man erzielte die meisten Treffer und erhielt die wenigsten Gegentore. In der Meistermannschaft standen nur drei Spieler, die nicht der eigenen Jugend entstammten. Ganz souverän, mit zehn Punkten Vorsprung, wurde auch die Reserve Meister ihrer Staffel, auch hier waren - bis auf vier Akteure - die „Früchte“ einer intensiven Nachwuchsförderung erfolgreich.

Und selbstverständlich wurde jede Meisterschaft gebührend gefeiert...

Für die neuen Aufgaben in der Bezirksliga wurde mit Günter Thauer (Alzey) ein erfahrener neuer Trainer verpflichtet. Der Neuling musste vor allem in der Rückrunde öfters „Lehrgeld“ bezahlen und konnte den postwendenden Abstieg als Drittletzter in der Abschlusstabelle 1986/87 gerade noch abwenden.

Für die Saison 1987/88 konnte die junge Mannschaft mit erfahrenen Kräften wie Friedel März (Gau-Odernheim) und den Brüdern Gunter und Frank Diel (Biebelnheim) stabilisiert werden, und der TuS saß Mitte der Vorrunde sogar zeitweise auf dem „Tabellenthron“! Keine Enttäuschung kam auf, als am Rundenende „nur“ der vierte Rang registriert werden konnte.

Noch mehr Furore machten die Nacker Fußballer im Pokalwettbewerb. Vor stolzen Zuschauerkulissen wurden begeisternde Spiele „hingelegt“ und nacheinander die klassenhöheren Teams TSG Pfeddersheim, Spvgg. Ingelheim und Oberligist Viktoria Herxheim ausgeschaltet, ehe der TuS Nack - um den Einzug ins Halbfinale des Verbandspokalwettbewerbs - unglücklich mit 1:2 am Verbandsligisten VfR Baumholder scheiterte.

Im Spieljahr 1988/89 durfte dann wieder „gezittert“ werden, und erst am Schlussspieltag war mit einem Sieg der Klassenerhalt abgesichert.

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken















Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Sportliches Auf- und Ab der Jahre 1989 - 2007

Durch Abgänge von Leistungsträgern, die verlockenden finanziellen Angeboten aus niederen Klassen (!) nicht widerstehen konnten, war das Team aber nicht mehr spielstark genug und musste am Rundenende 1989/90 als 15. und Tabellenvorletzter zurück in die A-Klasse.

Nach vier Jahren Bezirksklassenzugehörigkeit musste der Verein im 33. Jahr seines Bestehens damit erstmals absteigen, das Bezirksklassen-Intermezzo war beendet, und auch für Trainer Thauer hieß das zum ersten Mal in seiner Laufbahn Klassenziel nicht erreicht.

Und wie man „hochgekommen“ war - „im Durchmarsch“ - , so wurde der TuS Nack auch wieder in die B-Klasse zurückgereicht! Anfänglich spielte die Mannschaft in der A-Klasse eine noch halbwegs akzeptable Rolle und lag zur Winterpause im Tabellenmittelfeld, dann „ging aber kaum noch was“, und man war am Rundenende Letzter, jedoch punktgleich mit Rheingold Hamm. Das um den Klassenerhalt erforderliche Entscheidungsspiel verlor das Nacker Team mit 0:3 auf dem neutralen Platz in Gau-Odernheim.

Mit Hans-Joachim Both als neuem Übungsleiter sollte ein weiteres „Absinken“ verhindert werden. Zur Saisonmitte 1991/92 rangierte der TuS Nack auf dem achten Tabellenplatz in der B-Klasse, baute aber in der zweiten Serie wiederum gravierend ab, so dass bis zum Schlussspieltag um den Klassenerhalt gezittert werden musste. Beim Tabellenletzten VfL Eppelsheim gewann unsere Elf 4:0 und hiefte sich damit noch auf den 12. Rang, mit einem Pünktchen Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Die Runde 1992/93 war von Anbeginn an ein purer Existenkampf, und die „Rote Laterne“ für das Schlusslicht in der Tabelle war Dauereinrichtung beim TuS Nack, aber wieder gelang es gerade noch rechtzeitig den Rettungsanker zu werfen. Mit 18:34 Punkten war man 13. und Vorletzter, was aber diesmal nicht den Abstieg bedeutet.

Als Retter konnte der Verein Ali Kara, einen gebürtigen Türken, feiern, der nach der Vorrunde für den entlassenen Both verpflichtet wurde, ausgerechnet nach dessen allererstem Saisonsieg. Aber die magere Bilanz von 6:20 Punkten zwang den Vorstand zum Handeln. Unter Kara erreichte die Mannschaft 12:14 Punkte, was zum Klassenerhalt reichte.

Die Spielzeiten 1993/94, 1994/95 und 1995/96 verbrachten die Aktiven des TuS Nack jeweils im unteren Tabellendrittel der B-Klasse. Für die Spielzeit 1996/97 musste sogar eine 1b-Mannschaft für die C-Klasse gemeldet werden um einen Abstieg in diese zu verhindern.

Besserung schien endlich die folgende Spielzeit zu bringen. Nach einem erfolgreichen Saisonstart, stand die 1. Mannschaft  über lange Zeit auf dem 1. Tabellenplatz, jedoch konnte man am letzten Vorrundenspieltag in Wonsheim die „Herbstmeisterschaft“ dann doch nicht perfekt machen. In der Rückrunde konnte die Mannschaft leider nicht an die vorangegangenen Leistungen anknüpfen und fand sich am Ende der Spielzeit 1997/98 abermals im „Niemandsland“ der Tabelle wieder.

Dieser Abwärtstrend setzte sich in der folgenden Saison fort und man musste am Ende der Runde 1998/99 in die Kreisklasse (ehemals C-Klasse) absteigen.

Für die Spielzeit 1999/2000 konnte man Nils Jakobsen, den heutigen 2. Vorsitzenden, als Trainer gewinnen. Mit einer Mannschaft aus „jungen Wilden“ und „alten Hasen“ startete man mit der Hoffnung, sich im vorderen Tabellendrittel zu etablieren. Am ersten Spieltag empfing man die Mannschaft von Anadolu Spor und verlor den Saisonauftakt klar mit 1:3. Dieser Niederlage sollte jedoch die Einzige bleiben. Alle weiteren Begegnungen der Serie wurden gewonnen und somit konnte am drittletzten Spieltag in Bechenheim vorzeitig der Gewinn der Meisterschaft in der Kreisklasse Alzey gefeiert werden.

Zur offiziellen Meisterfeier lud man in die Sängerhalle ein und feierte dort, nach einjähriger Abstinenz, die Rückkehr in die Kreisliga.

Insgesamt konnte die Runde überlegen mit 9 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten und einem Torverhältnis von 83:12 Toren abgeschlossen werden.

Nach der Euphorie im Meisterjahr musste man sich in der Spielzeit 2000/01 mit dem 11. Tabellenplatz in der Kreisliga begnügen. Eine 1b-Mannschaft, die zusammen mit Nieder-Wiesen geführt wurde, erreichte den 15. Platz in der Kreisliga.

Auch die folgende Saison 2001/02 stellte keinen Fortschritt dar. Nach gutem Start mit zwischenzeitlicher Tabellenführung am sechsten Spieltag, wurde die Spielzeit, nachdem Trainer Jakobsen den Verein in der Rückrunde verlassen hatte, im Mittelfeld der Tabelle abgeschlossen.

Für die Saison 2002/03 kehrte Ali Kara als Trainer zum TuS zurück. Mit vielen neuen Spielern im Gepäck wurde als sportliches Ziel das obere Tabellendrittel ausgegeben, es reichte jedoch nur zu einem 11. Platz.

Noch schlimmer kam es in der folgenden Runde. Der Abstieg in der Spielzeit (2003/04) zeichnete sich bereits früh ab. Holte man am zweiten Spieltag mit 9 AH-Spielern zu Hause noch ein Unentschieden gegen Gau-Bickelheim, so sollten es bis zum Saisonende gerade einmal insgesamt 3 Punkte sein. Dies führte zum 16. Platz in der Abschlusstabelle und zum abermaligen Abstieg in die Kreisklasse.

Im darauffolgenden Jahr übernahm Andreas Elbert die sportliche Leitung der Aktiven.

Von den 16 Mannschaften, die sich zu Rundenbeginn 2004/05 gemeldet hatten, waren am 9. Spieltag noch 12 übrig, wobei der TuS sich durchgehend im vorderen Tabellendrittel bewegte und die Runde auf dem 4. Tabellenplatz abschließen konnte.

Dieser positive Trend setzte sich in der Saison 2005/06 fort. Obwohl man den späteren Meister TuS Nieder-Wiesen nie ernsthaft gefährden konnte, hatte der TuS Nack am letzten Spieltag die Möglichkeit mit einem Sieg gegen Flomborn auf heimischem Platz die Relegation zu erreichen. Nach einer überlegenen 2:0 Führung reichte es am Ende „nur“ zu einem 2:2 unentschieden zu einem beachtlichen 3. Tabellenrang.

Ebenso erfolgreich lief es im Kreispokal. Nach Siegen gegen die Mannschaften von Wonsheim 1b, Gau-Bickelheim 1b und Biebelnheim II im Halbfinale erreichte man die 1. Mannschaft nach 24 Jahren zum dritten Mal das Kreispokalendspiel.

Hier traf man in Gau-Odernheim auf die mit Landesligaspielern durchsetzte 1b-Vertretung von RWO-Alzey und verlor diese Partie mit 2:5.

Insgesamt dennoch eine positive Spielzeit, zumal nach langen Jahren erstmals wieder mehrere A-Jugendliche aus der eigenen Jugend zu den Aktiven stießen, die menschlich und spielerisch sehr gut in die Mannschaft integriert wurden.

Es bleibt zu hoffen, dass die sehr gute Jugendarbeit des TuS Nack in dieser Form fortgeführt werden kann und dadurch dem TuS Nack die Rückkehr in die Kreisliga gelingt.














Wiederaufstieg 2008

In der Saison 2007/2008 stellte Spielertrainer Andreas Elbert eine schlagkräftige Truppe aus jüngeren und älteren Spielern zusammen. Das Ziel war für alle klar, es sollte der Aufstieg in die Kreisliga gelingen.

Nach einem sehr guten Start in diese Saison mit sechs Siegen in Folge waren die Ergebnisse in der Folgezeit zwar etwas durchwachsener, jedoch hielt man stets Anschluss an die Spitzengruppe.

Einen großen Dämpfer gab es sieben Spieltage vor Ende der Saison, als man gegen den Mitfavoriten Framersheim II mit 0:1 verlor. Doch nach sechs Siegen in Folge in den letzten sechs Saisonspielen und dank der Mithilfe der Konkurrenz, die sich gegenseitig die Punkte abnahm, konnte man am letzten Spieltag die Meisterschaft in der Kreisklasse Alzey feiern.

Unser Meisterfotograf Uwe Voigt machte über die gesamte Saison hinweg zahlreiche Bilder von den Spielen, die alle in der Bildergalerie zu bewundern sind. Ein herzliches Dankeschön dafür nochmal an dieser Stelle.


Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken















Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Jugendarbeit

Ein wesentlicher Faktor des sportlichen Aufschwungs im zurückliegenden Jahrzehnt war zweifelsohne die Förderung des Nachwuchses.

Es hatte, wie vielerorts, lange gedauert, bis sich die Erkenntnis durchsetzte, dass im Jugendbereich die Grundlage und Voraussetzung künftiger Erfolge geschaffen werden können.

Die „schwarze Saison“ 1970/71, als die 1. Mannschaft gar Letzter in der C-Klasse war, hatte im Nachhinein auch ihr Gutes: im TuS Nack setzten Vorstandschaft und leistungswillige Erstmannschaftsspieler nun endlich eine Jugendarbeit in Gang.

Aus den Vereinsakten ist ersichtlich, dass man schon im Juli 1964 Aktivitäten hinsichtlich der Bildung einer C-Jugend gestartet hatte, aber das Dörfchen Nack ist einfach zu klein, um selbst bei geburtenstarken Jahrgängen eigenständig eine „Elf“ bilden zu können.

So mussten die Buben aus Nack in der Regel beim Nachbarverein TuS Erbes-Büdesheim ihre Jugendfußballzeit verbringen.

1971 nun gab es in Nack verhältnismäßig viele Buben, und in unseren Nachbargemeinden (Ausnahme Erbes-Büdesheim) keine Jugendmannschaften - welche Chance für einen Anfang!

Mit großem Engagement des damaligen Vereinsvorsitzenden Klemens Wernersbach, der hauptsächlich von den aktiven Spielern Hansbert Demmerling und dem leider allzu früh verstorbenen Dietmar Frey unterstützt wurde, begann man frühzeitig zu sondieren und  konnte zur Saison 1971/72 eine C- und eine E-Jugend-Fußballmannschaft zum Rundenwettbewerb anmelden, wo beide Teams sofort eine beachtliche Rolle spielten und jeweils Dritter am Rundenende waren.

Die E-Jugend bestand anfangs nur aus Nacker Buben, aber es ist in einem Örtchen von knapp über 500 Einwohnern schon ein glücklicher Umstand, wenn man eine „Siebenermannschaft“ eigenständig aufbieten kann. Und: mit dieser E-Jugend war ein Fundament künftiger Erfolge geschaffen, aber es ahnte damals noch keiner, welche Pionierarbeit da geleistet wurde...

Mit der Aufstellung der C-Jugend hatte man da schon mehr Schwierigkeiten, aber es gelang, Nacker Buben mit Altersgenossen aus Bechenheim, Nieder-Wiesen und Wendelsheim (darunter war auch unser heutiger Vereinsvorsitzender Ottmar Hühner) zu einer erfolgreichen Mannschaft zu formen.

Mit weiteren Betreuern und Helfern wie Dieter Müller, Ludwig Sipp, Manfred Schmid, Winfried Horn, Werner Schupp und anderen mehr, intensivierte man die Bemühungen nach dem verheißungsvollen Auftakt, und man meldete im zweiten Jahr eine B-Jugend zusätzlich an.

Die C-Jugend wurde unter Trainer Hansbert Demmerling Gruppenerster und stand im Endspiel um die Kreismeisterschaft 1973, wo man gegen SW Mauchenheim mit 1:2 unterlag.

Der Jugendfußball erlebte in Nack einen wahren Boom, da die Erfolge der Aktiven in jenen Tagen recht dürftig waren, nahmen alle regen Anteil an der erfolgreichen Jugendarbeit.

1974/75 konnte erstmals dann auch eine A-Jugend gebildet werden - außerdem hatte der TuS Nack eine B-, D- und E-Jugendmannschaft im Rundenwettbewerb beschäftigt.

Einen nochmaligen Aufschwung nahm die Jugendarbeit Anfang 1975 mit Manfred Butter als neuem Jugendleiter, der bis 1981 eigentlich für den Nacker Nachwuchs verantwortlich war.

Wenn in der Runde 1975/76 nahezu 100 Buben in allen Altersklassen für die Farben des TuS Nack dem geliebten Lederball nachjagten, war dies für einen Klub in einer kleinen Gemeinde wie Nack schon eine bemerkenswerte Sache. Als dann sogar sämtliche TuS-Teams ganz oben in den Tabellen rangierten und am Rundenende jeweils Zweiter waren, ließ dies aufhorchen. Solch intensive und erfolgreiche Talentförderung versprach auch spätere Erfolge bei den Aktiven, was fortan wohl ausschlaggebend für die Zusagen aller künftigen Vereinstrainer war.

Zum Kernstück der Jugendarbeit wurde bald die A-Jugend, die 1976 in die Bezirksklasse aufstieg. Unter der Leitung von Hansbert Demmerling wurde der Neuling Neunter. Denselben Platz nahm die A-Jugend, die in der Folgezeit von Manfred Butter trainiert wurde, 1977/78 in der Bezirksklasse ein. Vom sechsten Platz (1978/79) steigerte sich der Nacker Nachwuchs auf Position fünf in der Abschlusstabelle 1979/80.

In der Saison 1980/81 war die A-Jugend Herbstmeister, aber letztendlich wurde man von BSC/DJK Mainz noch überflügelt und musste mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen, dennoch ein schöner Erfolg.

1981/82 war dann wieder Hansbert Demmerling verantwortlich, jedoch nicht mit dem gewünschten Erfolg, worauf er sein Engagement zurückzog. Manfred Butter rettete das abstiegsbedrohte Team und führte es noch auf den sicheren 10. Tabellenplatz.

Mit Hans-Joachim Both als Trainer sprang in der Runde 1982/83 lediglich der 12. Rang heraus und man entging knapp dem Abstieg. Dieser ereilte die Nacker A-Jugend dann aber am Ende der Spielzeit 1983/84, im achten Jahr der Bezirksklassenzugehörigkeit. Trainer Both hatte zu oft „zu hoch gepokert“ und A-Jugendliche samstags geschont, um sie sonntags bei den Aktiven einzusetzen, obwohl da der Meisterschaftszug längst abgefahren war. Dadurch wurden leichtfertig mögliche Gewinnpunkte verschenkt und die Nacker A-Jugend musste aus der Bezirksklasse absteigen.

Damit ging auch die Eigenständigkeit des Jugendfußballs im TuS Nack verloren, denn für die A-Jugend-Bezirksklasse ließen sich talentierte Nachwuchskicker aus dem gesamten Kreisgebiet gewinnen, von denen etliche auch nach ihrer Jugendspielzeit beim Verein blieben und mithalfen, den TuS Nack mit seiner 1. Mannschaft aus der C-Klasse hoch bis in die Bezirksliga zu führen.

Schon vor dem Abstieg der A-Jugend aus der Bezirksklasse gab es im Nachwuchsbereich einen Bruch, der mehrere Gründe hatte.

Einmal wurden - durch das Fixieren auf die A-Jugend - die jüngeren Altersklassen etwas vernachlässigt, dann wurden die Nachbarklubs im Jugendfußball selbst aktiv und holten größtenteils ihre Buben heim und schließlich verringerte sich die Zahl der Betreuer und Helfer ständig, während der Aufwand für die wenigen Verbliebenen immer weiter anstieg. Mit Winfried Klaus stand Manfred Butter ein außergewöhnlich engagierter Mitstreiter mehr als ein Jahrzehnt zur Seite. Weitere Unterstützung fand man vornehmlich in Hansbert Demmerling und Adam Zentner, sowie beim damaligen zweiten Vorsitzenden Bernd Adams, der in seiner Funktion als Spielausschussvorsitzender engen Kontakt zur Jugendleitung und den Spielern pflegte, wohlwissend, welches Potential den Aktiven durch die Jugendarbeit zugeführt werden kann.

Größter Erfolg für den TuS Nack im Jugendfußball war der Kreismeistertitel der B-Jugend 1978/79 unter Trainer Manfred Butter und Betreuer Winfried Klaus. Zum Großteil waren dies die Buben, die 1971 in der E-Jugend gemeinsam anfingen, und die 1981 als A-Jugendliche dann in der Bezirksklasse Vizemeister werden sollten.

Außer sieben inoffiziellen Hallenmeistertiteln bleibt in der Erinnerung auf die eigenständige Nacker Jugendarbeit noch der Kreispokalgewinn der A-Jugend 1982 unter der Leitung Manfred Butters zu nennen.

Seit 1984 wurden die Geschicke der Fußballjugend (nach dem Abstieg des TuS Nack aus der A-Jugend-Bezirksklasse) als SG Vorholz weitergeführt.

Nach etlichen Vorgesprächen der Vereinsbevollmächtigten (nach Initiative des TuS Nack), wurde am 7. Juli 1984 dieser Zusammenschluss mit den Nachbarvereinen VSV Fichte Bechenheim, TuS Erbes-Büdesheim, TuS Nieder-Wiesen und SV Orbis im Klubheim in Nack ins Leben gerufen. Zum Geschäftsführer dieser Fusion wurde Manfred Butter gewählt. Somit wurden allen Jugendlichen der fünf Mitgliedvereine Spielmöglichkeiten in sämtlichen Altersklassen eröffnet.

Seit 1988 war Renate Kunz (Erbes-Büdesheim) Geschäftsführerin der SG Vorholz und für die Belange von nur noch vier Klubs zuständig, nachdem der SV Orbis 1989 aus der SG ausgeschieden ist.

Mit Margit Marouelli (Schriftführer) und Klaudia Steuerwald als Schatzmeister stellte der TuS Nack zwei Vorstandsmitglieder innerhalb der SG Vorholz.

In der Spielgemeinschaft war der TuS Nack in den ersten Jahren für den Mädchenfußball verantwortlich. Winfried Klaus hatte die Bildung eingeleitet und vorangetrieben unterstützt von Herbert Schulz (Kriegsfeld) als Trainer und Betreuer.

Außerdem betreute der TuS Nack die A/B-Jugend und stellte mit Jugendleiter Gernot Wernersbach, Leo Zentner und Rainer Steuerwald ein engagiertes Trainer- und Betreuerteam. Die B-Jugend konnte im März 1993 den Hallenmeistertitel erringen.

Im Jahr 1996 konnte die der A/B-Jugend  der SG-Vorholz unter den Betreuern den Meistertitel erringen. Derzeit spielt aus dieser Mannschaft noch Paul Marouelli in unserer 1. Mannschaft.

Im Jahr darauf kam es zu Unstimmigkeiten mit dem TuS Erbes-Büdesheim zwecks Meldung einer gemeinsamen A/B Jugend. Die Folge daraus war, dass man mit wenigen Spielern eine eigene Mannschaft meldete, die aber vor Rundenbeginn dann doch zurückgezogen werden musste.

Nacker Hoffnungsträger wie Torsten Weber, Sebastian Dexheimer, Heiko Maaß oder Jens Maas konnten nicht in Nack weiterspielen und verließen den Verein. Von Seiten des Kreises wurde uns fortan untersagt, den Namen „SG Vorholz“ fortzuführen.

In den folgenden Jahren konnten in Zusammenarbeit mit den Vereinen Bechenheim und Nieder-Wiesen vereinzelte Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

Ab dem Jahr 2000 beteiligte sich der TuS Erbes-Büdesheim dann wieder an der Jugendarbeit, während Bechenheim sich aus der Spielgemeinschaft wieder verabschiedete.

Durch Zufall kam mit dem SV Kriegsfeld 2000/01 ein neuer Verein zur Spielgemeinschaft. Nach Gesprächen zwischen den Verantwortlichen Roland Göbel und Gernot Wernersbach wurden die Spieler des SV Kriegsfeld in  gemeinsamen Jugendmannschaften eingesetzt. Diese Zusammenkunft endete jedoch im Jahr 2002 mit dem Austritt des SV Kriegsfeld aus der Gemeinschaft.

Vor der Spielzeit 2005/06 wurde die TSG Weinheim in die Spielgemeinschaft einbezogen.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und dem ständigen Mangel an jugendlichen Spielern und Betreueren konnte die Jugendarbeit beim TuS Nack kontinuierlich vorangetrieben werden.

Seit der Spielzeit 2004/05 konnten von den Bambinis bis zur A-Jugend alle Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

Die daraus resultierenden  Erfolge erkennen dieses Bemühen an:

Schließlich konnten aus der eigenen Jugend in den letzten Spielzeiten 8 Jugendliche in den Spielbetrieb der Aktiven integriert werden.














Wer rastet, der rostet -die AH-Mannschaft

Neben dem Jugend- und Aktivenbereich betreibt der Verein seit 1993 eine AH-Mannschaft.

Ihr erster Übungsleiter war Manfred Möbus, gefolgt von Edwin Stork und dem derzeitigen „Organisator“ Peter Faust.

Mit dem immer noch vorhandenen sportlichen Ergeiz, aber ach der nötigen Portion an Geselligkeit spielen die „alten Herren“ ihre selbstorganisierte Runde, in der es nicht mehr auf Punkte ankommt, sondern der Spaß am Fußball im Vordergrund steht.

Ihre Klasse bewiesen die Spieler ein ums andere Mal bei Hallenturnieren. Hervorzuheben sind hier zwei erste Plätze bei dem Ü40 Hallenturnier des Fußballkreises Alzey.

Zum Vergrößern Bild anklicken















Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Zum Vergrößern Bild anklicken

Rund um den Verein

Natürlich können in diesem Rückblick nicht sämtliche Aktivitäten detailliert aufgeführt werden, wie Ausflugsfahrten und Wanderungen, Fastnachts- und Kerbeveranstaltungen, Sommer- und Straßenfeste, überregionale oder internationale Begegnungen und anderes mehr...

Als illustre Gäste in unserem Sportheim können wir aus der Motorsportszene u.a. den zweifachen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl mit Beifahrer Christian Geistdörfer, Achim Warmbold, Klaus Fritzinger oder Prinz Luitpold von Bayern (im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Rallye, als unser Sportheim Ziel einer Wertungsprüfung war) oder die Bergspezialisten Dieter Kern, Jörg Obermoser, Karl Jordan u.a. mehr von den alljährlichen Teufelsrutsch-Bergrennen anführen.

Natürlich gaben sich auch bekannte Fußballspieler beim TuS Nack ein „Stelldichein“: zur Jugendweihnachtsfeier 1978 überraschten der schwedische Nationalspieler Benny Wendt und Bernd Dobiasch (beide damals FCK) unseren Nachwuchs. Zur Meisterschaftsfeier der B-Jugend folgte 1979 der damalige Mönchengladbacher Torwart Wolfgang Kneib unserer Einladung, und Weihnachten 1979 stand der ehemalige Lauterer Libero Hans-Günter Neues den Buben Rede und Antwort.

1979 und 1980 nahm der ehemalige CSSR-Nationalstürmer Karel Nepomucki als Spielertrainer des TuS Steinbach an unseren Sportwochen teil. Friedhelm Schulte (ehemals Wattenscheid 09), zwanzigfacher Amateurnationalhüter, kommt bei seinen Besuchen in Nack im Hause Streubel auch immer wieder mal in unser Vereinsheim.

Seit 1974 ist der Turn- und Sportverein Nack ins Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen, als „ein eingetragener Verein“ (e.V.). Diesbezüglich gab sich der TuS 1973 eine neue Satzung, diese wurde 1990 überarbeitet und neugefasst.

Kernstück des TuS Nack war und ist der Fußball. Allerdings konnten sich den vergangenen Jahren weitere Sportarten etablieren.

Seit 1999 veranstaltet der TuS jährlich im Rahmen seiner Sportwoche ein Beachvolleyballturnier, das seit seiner Einführung großen Zuspruch findet. Hierzu wurde eigens neben dem Rasenplatz ein Beachvolleyballfeld hergerichtet, welches das ganze Jahr über genutzt werden kann. Zusätzlich wurde mehrfach schon ein „Nachtturnier“ ausgetragen.

Fitness und Gesundheit sind Themen, denen sich seit 1998 Christiane Wernersbach widmet. Nach mehreren Aus- und Fortbildungen bietet die Fachübungsleiterin seit November 1998 Gymnastikkurse an.

Zu dem umfangreichen Programm zählen unter anderem: Gymnastik, Stretching, Rückenschule, Yoga und Aerobic, sowie Pilates und Entspannungstechniken.

Mit Christiane Wernersbach steht dem TuS eine kompetente und engagierte Trainerin zur Verfügung, deren Kurse großen Zuspruch in Nack und den Nachbargemeinden finden.

Unter der Leitung von Steffi Steinmann hat sich weiterhin eine Tanzgruppe zusammengefunden. Unter ihrer Regie präsentieren sich 10-15 Jugendliche jedes Jahr an Fastnachts- oder Dorfveranstaltungen.

Es kann nicht Aufgabe einer Chronik sein, an dieser Stelle allen unseren Freunden, Helfern und Gönnern namentlich zu danken. Groß ist sicher die Schar derer, die sich unschätzbare Verdienste in all den zurückliegenden Jahren erworben haben, und die hier nicht genannt sind. Würdigen muß man auf jedem Fall das Engagement sämtlicher Vorstandsmitglieder von einst und jetzt, denn das Ehrenamt kommt immer mehr „außer Mode“, und es ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr, Verantwortung zu übernehmen und idealistisch dem Gemeinwohl zu dienen.

Der in dieser Chronik nachvollzogene Weg der Nacker Fußballer hatte viele „Väter“, hauptsächlich wird der Aufschwung mit den Namen Reinhold Müller, Bernd Adams und Manfred Butter verknüpft bleiben, aber auch Heinz-Jürgen Streubel (schon seit 1965 im Vorstand) und unser heutiger Erster Vorsitzender Ottmar Hühner gehörten zu dieser Vorstandschaft, denen neben dem „sportlichen Lorbeer“ auch der Sportheimausbau, die Flutlichtinstallation und letztlich auch die Anlage des neuen Rasenplatzes zu verdanken sind.

In einer schwierigen Phase hat Ottmar Hühner die Vereinsführung übernommen. Mit abnehmendem sportlichen Erfolg fanden sich auch immer weniger Idealisten für die vielfältigen Aufgaben des Vereins bereit.

Der Vorstand würde sich freuen, wenn wieder mehr Vereinsmitglieder für administrative Arbeiten bereitstünden, sich bei der Bewirtschaftung des Sportheims sowie Pflege- und Unterhaltungsarbeiten an den Sportanlagen und dem Sportheim engagieren würden.

Erwähnen und würdigen muss man auf jeden Fall in diesem Zusammenhang noch Heinz-Peter Weber, der seit 1970 ununterbrochen dem TuS Nack als Platz-und Zeugwart dient.

Das Wachsen und Blühen des Vereins wurde nicht zuletzt durch die Unterstützung der Ortsgemeinde Nack und Ihrer Bürgermeister ermöglicht.

Möge der TuS Nack noch lange bestehen und fortan vom gleichen Idealismus der Verantwortlichen beseelt sein wie bisher.

Der Vorstand

















































(C) Copyrights by Paul-Norbert Marouelli (2007) - http://www.paul-marouelli.de